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Anwendung und Funktionsweise der Chelat-Therapie:Anwendung und Funktionsweise der Chelat-Therapie

Mit zunehmendem Lebensalter lagern sich Calcium und Cholesterinkristalle in den Gefäßwänden ab. Die Folge ist Arterienverkalkung, bei der sich die Gefäße verengen und das Herzkreislaufsystem erheblich gestört wird. Die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit leidet. Der Alterungsprozess schreitet schneller voran und wir fühlen uns erschöpft. Die Gefahr von Herzinfarkt, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen steigt.

Die naturheilkundlich orientierte Medizin verfügt jedoch über ein Verfahren, mit dem solche Prozesse deutlich verlangsamt und rückgängig gemacht werden können. Bei der Chelat-Therapie, einer aus den USA stammenden Methode, wird dem Körper u. a. eine Lösung zugeführt, die verschiedene Mineralstoffe und Vitamine sowie den Wirkstoff EDTA enthält. EDTA ist in der Lage, u. a. Schwermetalle im Körper zu binden und über die Nieren auszuscheiden. Die Moleküle der EDTA-Lösung umschließen die schädlichen Stoffe wie Klauen (griechisch Chele).

Während oder nach einer erfolgreichen Chelat-Therapie kann häufig auf die Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. gegen Bluthochdruck oder Herzrhythmusstörungen) völlig verzichtet werden. Das ambulante Heilverfahren ist auch nach gefäßchirurgischen Operationen (z. B. Bypass) angezeigt, da Wiederverengungen und Wiederverschlüsse verhindert werden.

In aller Regel wird solchen Eingriffen durch die Chelat-Therapie jedoch vorgebeugt. Chronische Metallbelastungen sind heutzutage immer häufiger festzustellen und werden oft stark unterschätzt. Metalle fördern die Bildung freier Radikale, die dann zu Zellbeschädigungen und Gewebeschädigungen, Entzündungen und Alterungsvorgängen führen können. Sie sind ursächlich an alltäglichen Erkrankungen beteiligt und verdrängen Mineralstoffe und Spurenelemente von ihren Enzymstellen. Die Folge: Der Stoffwechsel wird blockiert. Es kommt zu Mangelerscheinungen der verdrängten Stoffe. Chronische Metallbelastungen können Eiweiße verändern, was zu Infektanfälligkeit, Überempfindlichkeitsreaktionen und Autoimmunerkrankungen führen kann.


     

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Dr. med. Andrea Stiasny-Simon
Fachärztin für Innere Medizin

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