Akupunktur
Regulierung der Lebensenergie – Yin und Yang im Gleichgewicht
Wann ist die Anwendung einer Akupunktur hilfreich?
Mit der Akupunktur können alle funktionellen, vegetativen und nervösen Regulationsstörungen behandelt werden, die prinzipiell rückbildungsfähig sind. Akupunktur ist bei einer Vielzahl von Erkrankungen wirksam – nicht nur bei Schmerzen. Hier die wichtigsten und in der Praxis häufigsten Anwendungsgebiete:
- Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Rückenschmerzen: LWS-, BWS- und HWS-Syndrom, Gelenkschmerzen von Knien, Hüften, Schultern, Ellbogen, bei arthrotischen und rheumatischen Gelenkveränderungen
- Migräne und Kopfschmerzen
- Neurologische Erkrankungen wie Nervenschmerzen, u. a. Trigeminusneuralgie, Lähmungen wie Fazialisparese oder Sensibilitätsstörungen wie Polyneuropathien
- Allergien und Asthma
- Chronische Bronchitis und Sinusitis
- Suchterkrankungen
- Schlaganfall-Rehabilitation
- Depression und Angststörungen
- Schwäche, Erschöpfungszustände z. B. Burn Out-Syndrom
- Magen-Darm-Erkrankungen und Verdauungsstörungen, z. B. Reizdarm
- Gynäkologische Erkrankungen, wie Regelstörungen, Störungen in den Wechseljahren, chronische Entzündungen, Fruchtbarkeitsstörungen, Geburtsvorbereitung, Geburtserleichterung durch Schmerzlinderung, Schwangerschaftsübelkeit und Flüssigkeitseinlagerungen während der Schwangerschaft
- Tinnitus und Schwindel
- Hauterkrankungen wie Akne, Ekzeme, Psoriasis
- Bei Krebsleiden zur Schmerzlinderung und Aktivierung der geschwächten Körperkräfte, auch zur Begleitung von Chemo- oder Strahlentherapie
Ziel der Akupunktur ist die Wiederherstellung der Harmonie innerhalb des Organismus und zwischen Körper und Seele.
Hintergrundwissen:
Die Reizung von Akupunkturpunkten, vor allem mit Nadeln, ist die weit verbreitete und wohl älteste Heilmethode der Welt. Am bekanntesten ist die klassische chinesische Akupunktur, die sogenannte Körperakupunktur. Durch Reizung von genau festgelegten Punkten der Haut können Störungen im gesamten Organismus, also auch im Körperinneren, gelindert, oft sogar beseitigt werden. Akupunktur kann zerstörte Strukturen nicht wiederherstellen, wohl aber gestörte Funktionen wieder harmonisieren.
Akupunkturpunkte
Die Punkte liegen auf Leitlinien, die als Meridiane bezeichnet werden. In ihnen kreist nach traditioneller chinesischer Auffassung die Lebensenergie „Qi“ mit ihren Anteilen Yin und Yang. Diese beiden lebenserhaltenden Kräfte sind im Körper als Gegenpole gleichzeitig wirksam. Ihr Gleichgewicht stellt den idealen Gesundheitszustand dar, ihr Ungleichgewicht führt zu Beschwerden und Krankheit. Betrachtet man die über den Körper laufenden Meridianbahnen, wird deutlich, dass auch Akupunkturpunkte, die fern des eigentlichen Schmerz- und Krankheitsgeschehens liegen, bei der Behandlung eine wichtige Rolle spielen. Die Energie des gesamten Meridians als Funktionskreis mit seinen zugeordneten Organen muss stabilisiert werden, um das Gleichgewicht wieder herzustellen und so die Krankheit wirkungsvoll zu behandeln.
Wirkung:
Die Akupunktur bedient sich der Steuerzentrale des Menschen, des Gehirns. Alle Reize, die durch Akupunktur ausgelöst werden, gelangen über das Zwischenhirn zu den angesprochenen Körperteilen. Akupunktur wirkt vor allem bei gestörter Organfunktion heilend. Handelt es sich aber bereits um die fortgeschrittene Zerstörung von Strukturen, kann auch mit Akupunktur nur eine Linderung der Beschwerden bzw. Schmerzen erreicht werden. Von qualifizierten Ärzten oder Therapeuten angewendet, ist die Akupunktur eine praktisch risiko- und nebenwirkungsfreie Behandlungsmethode. Idealerweise ergänzen sich Akupunktur und Schulmedizin in Diagnostik und Therapie. In jedem Fall muss mit einer gründlichen Aufnahme der Krankheitsgeschichte und einer klinischen Diagnostik durch den Arzt oder Therapeuten die Indikation zur Akupunktur individuell erstellt werden. Manche Patienten empfinden nach der Behandlung sofort Erleichterung ihrer Beschwerden, bei anderen dauert es bis zu einer spürbaren Reaktion etwas länger.
Qualitätsstandards der Akupunktur:
Zu einer qualitativ hochwertigen Akupunktur gehört eine schulmedizinische und akupunkturgemäße, chinesische Diagnose, noch vor dem Setzen der Akupunkturnadeln. Im Mittelpunkt der Therapie steht die individuelle Regulierung des gestörten Qi des Patienten. Die Formulierung eines Therapieplans mit primären und sekundären Therapiestrategien bildet die Grundlage der Behandlung. Der Therapieplan wird je nach Änderung des Symptombildes während des individuellen Behandlungsverlaufes angepasst.
Behandlungsmodalitäten: Angewendet werden Körperakupunktur und oft ergänzend die Ohrakupunktur unter Berücksichtigung der optimalen Punktekombination, der gleichmäßigen Verteilung der Punkte an Kopf, Armen, Beinen und Rumpf bzw. Rücken. Zusätzliche Stimulationsmaßnahmen können durchgeführt werden, wie etwa Moxibustion, Schröpfen, Elektrostimulation. Akupunkturanwendungen finden bei chronischen Erkrankungen meist ein bis zweimal wöchentlich statt, in Serien von etwa zehn Behandlungen mit qualitativ hochwertigen Akupunkturnadeln. Bei chronischen Erkrankungen werden ein bis zwei Serien, in schweren Fällen drei Serien durchgeführt. Die Verweildauer der Nadeln beträgt durchschnittlich 20 bis 30 Minuten.
Flyer zur Therapieform Akupunktur als PDF downloaden...
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